Billig-Elko: Ausfall eines Mainboards

Nun ist mir schon zum zweiten mal ein Mainboard aufgrund schlechter Elkos ausgefallen. Die 680µF-Elektrolytkondensatoren rund um den CPU-Sockel haben alle eine Beule durch Ausgasen des Elektrolyten, was im Endeffekt bedeutet das sie ihren Aufgaben Spannungsstabilisierung und -filterung wegen mangelnder Kapazität nicht mehr nachkommen können.

Wie in der englischsprachigen Wikipedia zu lesen, ist dieses Problem anscheinend auf eine unvollständige Rezeptur des Elektrolyten bei den Billig-Nachbauten zurückzuführen.

Erstaunlich finde ich, daß auch 7 Jahre nach bekannt werden des Problems noch immer diese bekanntermaßen schlechten Elkos verbaut werden (das MSI-P35 Neo Mainboard ist aus 2007). Absichtliche Strategie um weiteren Absatz in der Zukunft zu generieren? Ich weiß es nicht, aber es verbleibt dabei doch ein ungutes Gefühl.

Beim neuen MSI P35 Neo Combo-F Socket 775 FSB1333 wurden genau die betroffenen Elkos geändert, das finde ich schon mal beruhigend.

Symptome

Mein bis dahin sehr stabiles System unter MS-Vista erzeugte zufällige Bluescreens (STOP CODE 124) und plötzliche Abstürze wie bei einem kurzen Stromausfall, deren Häufigkeit rasch zunahm. Falls dieses Symptom auftritt ist es eine leichte Übung kurz mit einer Taschenlampe einen Blick auf das Motherboard zu werfen. Sollten einzelne Elkos oben eine Beule haben (siehe Bilder) oder gar geplatzt sein, dann ist die Zeit für ein neues Mainboard gekommen (oder eine kundige Hand die Multilayer-PCBs entlöten kann).

ELKO2

Zerstörte ELKOs

Vista und Mainboardtausch

Der Austausch des Mainboards führte bei Vista überraschenderweise nur dazu, daß die Chipsatz- und USB-Treiber neu installiert wurden, das Betriebssystem selbst musste nicht neu installiert werden. Das System läuft wieder stabil wie eh und je.

Nach dem Neustart mußte Vista jedoch bei Microsoft erneut aktiviert werden.

VirtualBox 2.1.0 mit Vista Ultimate als Host: Bluescreens

[Update 21.01.09] Die Abstürze waren durch einen Hardwaredefekt verursacht. Mit Virtualbox hatte das ganze nichts zu tun. Ursache waren (mal wieder) ein paar Elektrolytkondensatoren. Ein neues Mainboard brachte den PC wieder zum ordentlich laufen. 
Siehe Billig-ELKO: Ausfall eines Mainboards 

[Update] Das auftreten der plötzlichen Abstürze war wohl zufälig nach der Installation von VirtualBox 2.1.0. Inzwischen tippe ich ziemlich sicher auf einen Hardwaredefekt :-(

————————————————————————————————-

Ich hatte mit VirtualBox 2.1.0 mehrere Virtuelle Maschinen aufgesetzt. Der Host (MS Vista Ultimate SP1) war bis dahin sehr stabil.

Nach der Installation gab es etliche Abstürze mit Bluescreen (BSOD), alle mit “STOP 124″. Da ich sonst keine Veränderungen am System vorgenommen hatte, geriet VirtualBox 2.1.0 schnell in verdacht und wurde deinstalliert. Leider gab es auch nach der Deinstallation noch plötzliche, zufällige Bluescreens. Erst die Auswahl eines System-Restore-Points vor der VirtualBox-Installation hat geholfen.

Nun warte ich auf eine hoffentlich stabilere Version von VirtualBox.